Vom schwarzen Meer zur Barentssee

5000 KM im Landrover entlang der Wolga durch Russland

Ukrainischer Camper

Auf unserer Reise haben wir im Osten der Halbinsel Krim das Ehepaar Alla und George kennengelernt. Sie waren damals mit ihrem Auto und Zelt unterwegs. Unseren Defender und dessen Aufbau haben sie intensiv angeschaut und bewundert. Davon inspiriert haben sie diesen Sommer ihren Lada 1600 um ein Aufstelldach aufgerüstet. Wir finden das einfach super !!!

 

Reisefacts

Gefahrene Kilometer :    17’350km

Dieselverbrauch :          Ø 10.4 – 11.4 l (Russland max. 90 kmh  – sonst 100-110 kmh)

Länder:                      15 (CH / D /A / SLO / H / RO / MD / UK /RUS /N /FIN /EST / LV / LT /PL)

Währungen:                8 (Euro, Forint, Rumänische Lei, Ukrainische Grivna, Rubel, Norwegische Kronen, Littauische Litas, polnische Zlotys)

Fähren:                     16 (4 Rumänien, 2 Russland, 3 Norwegen, 2 Finnland, 3 Estland, 1 Littauen, 1 Polen)

Kommentare:              153 (Udo hält Rekord)

 

Einige Episoden, Feststellungen, Erlebnisse:

- Man soll dem Ungaren kein Brot geben, wenn er auf Englisch sagt er sei Ungare (H)

- Nicht alle Mädchen am Strassenrand warten auf den Bus (H)

- Handküsse eine noch übliche Begrüssungsgeste ist (Ro)

- Anstelle eines Warndreicks tut es auch die knallrote Handtasche der Beifahrerin (UA)

- Rammstein aus dem Radio ertönt (UA)

- Selbst der Russe staunt, wenn die asphaltierte Strasse abrupt endet.

- Das Land der meisten Blitzer Finnland ist

- Die meisten Betrunkenen nicht in Russland sondern Helsinki gesehen wurden

- fast nie gehupt wurde !

- an der Ostsee den Frauen das Bier mit Strohhalm serviert wird (RUS / PL )

17’320 KM – wir sind wieder zu Hause

Wir sind gestern um 15.00 Uhr nach insgesamt 17’320 Kilometern wieder zu Hause angekommen. Sobald wir uns wieder ein wenig eingelebt, der Dicke ausgeräumt und alles wieder an seinem Platz versorgt ist werden wir hier für Euch noch eine Zusammenfassung der Reise veröffentlichen. Auch möchten wir uns herzlich bei allen Lesern und Kommentarschreibern bedanken, welche uns bei unserem Abenteuer “begleitet” haben.

Damit die Rückkehr nicht allzu hart wird, düst Sven mit dem Motorrad auch gleich noch eine Woche nach Italien/Südfrankreich in die Ferien. Dort trifft er die Jungs und Mädels aus Estland wieder.

Fast daheim…

Der nächste Stopp wurde wieder bei Freunden gemacht. Diesmal in Esslingen am Neckar. Dort gab es ein leckeres Abendessen. Die es die letzte Nacht unserer Reise war, wurde natürlich im Auto übernachtet. Auch wenn uns selbstverständlich ein Bett angeboten wurde. Vielen Dank an dieser Stelle an Rebecca und Flo.

Stopover in Berlin

Die Heimreise von Polen nach Hause von über 1’000 km führt direkt über Berlin. Einen Tag vorher hat sich Sven dran erinnert, dass da ja ein Freund von uns wohnt. Perfekt, wenn dieser dann auch noch Zeit hat. So haben wir noch einen schönen Abend in der tollen Stadt Berlin gehabt. Vielen Dank, Ingmar, für diesen schönen Abend. Wir kommen bestimmt wieder.

Relaxen an der Ostseeküste

Für die letzten Tage unserer langen Reise war Erholung angesagt. Nach einem kurzen Abstecher in die schöne Stadt Danzig mit Friseurbesuch für uns beide ging es weiter entlang der polnischen Ostseeküste.
In Polen haben soeben die Schulferien begonnen, somit sind die Küstenorte total übervölkert. An den langen Stränden gibt’s aber zum Glück genug Platz. Heute war kein Strandbesuch mehr möglich, da Sven gestern seine „Garstufe“ ein wenig verpasst hat und sich in den nächsten Tagen nicht mehr in der Sonne aufhalten sollte. Nun sind wir auf dem Heimweg, machen aber noch ein paar kurze Stops bei Ingmar in Berlin und Flo in Stuttgart.

Polnische Gastfreundschaft

In Polen angekommen haben wir Bekannte von Svens Mutter besucht. Wir wollten sehen, wo Svens Mutter aufgewachsen ist. Gisela (die Bekannte) hat sich viel Zeit genommen und uns alles gezeigt – das Haus wo Renate aufgewachsen ist, die Schule und die ganze Umgebung. Ohne sie hätten wir das alles nie gefunden. Gisela hat zudem grosse Angst, dass ihre Gäste an Unterernährung leiden. Dementsprechend wurden wir auch bewirtet. Ihr Haus mit grossem Garten befindet sich an einem See. Im Garten tummeln sich Enten und Hühner, daneben liegt der grosse Gemüsegarten. Nach einem Tag mussten wir dann aber weiter, sonst hätte uns der Dicke nicht mehr tragen können. Um auf dem Rest unserer Reise nicht zu verhungern, wurden wir noch mit einem halben Meter Aal, 2kg Honig, Bigosch, diversen Früchten und verschiedenen Kuchen ausgestattet. Mit diesem Vorrat könnten wir sicher weitere 10 Wochen unterwegs sein. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an Gisela und Tadek.

Back to Russia

Wir sind wieder in Russland! Damit wir auch den russischen Teil der kurischen Nehrung sehen, haben wir uns für eine Rückfahrt durch den westlichsten Teil der russischen Föderation entschieden. Die Exklave unterscheidet sich nicht gross vom Mutterland, obschon sie von EU-Staaten umgeben ist. Mit dem Grenzübertritt haben wir den Sommertourismus der baltischen Staaten hinter uns gelassen. Dafür haben uns viele Kaliningrader bei unseren Besichtigungen begleitet. Da Wochenende und schönes Wetter war, haben sich viele auf einen Strandbesuch aufgemacht. Wir haben es ihnen nachgemacht und haben uns auch für ein Bad in der Ostsee entschieden.
Wie auch im übrigen Russland kennt man auch hier keine Campingplätze und so haben wir uns wieder am Meer einen schönen Schlafplatz gesucht. Am nächsten Tag stand Kaliningrad auf dem Plan. Wir haben es allerdings nicht allzu intensiv angeschaut. Die ehemalige Hauptstadt Ostpreussens bräuchte dringend eine Überholung – da haben wir in Russland schönere Städte gesehen. Und dann ging es auch schon Richtung Polen weiter. Diesen Grenzübertritt habe ich mir fälschlicherweise als den einfachsten vorgestellt. Dem war leider nicht so. Fast so wie früher die Ost/West-Grenze, lange Wartezeiten und einen schikanösen Grenzbeamten (Sven meint, das sei viel zu nett ausgedrückt). Nach über zwei Stunden war aber der Wiedereintritt in die EU geschafft.

Küste Litauens

Die Kühlbox kühlt wieder und zwar so heftig, dass fast alles gefroren ist. Sven beteuert zwar, dass er nichts verändert hat, aber ich glaube, er hat aus einer Kühlbox eine Gefrierbox gemacht.

Lettland haben wir gestern zügig durchfahren, ohne etwas anzuschauen. Auch Riga haben wir ohne Stopp umfahren. Auf einem Campingplatz nahe der litauischen Grenze wurde übernachtet.
Entgegen dem gestrigen Tag, war heute eine Sehenswürdigkeit nach der anderen angesagt. In Palanga wurde das Bernsteinmuseum mit riesigem Schlosspark besucht, anschliessend kam das Highlight des Tages, die kurische Nehrung. Ein schmaler Landstreifen, der einen flacheren Teil des Meeres vom offenen Wasser abtrennt und sich Litauen und Russland teilt. Die Landschaft aus Dünen und lichten Kiefernwäldern ist einmalig. Und mit viel Glück haben wir nochmals eine Elchkuh mit einem Kalb gesehen (leider war der Fotoapparat nicht zur Hand).

Im Norden haben nun überall die Sommerferien begonnen. Estland zum Beispiel, hat Schulferien von Anfang Juni bis Ende August. Dementsprechend sind die baltischen Küstenregionen sehr gut besucht. Dabei wurde uns bewusst, dass auch zuhause die Sommerferien anfangen. Wir wünschen allen die wir nach unserer Rückkehr nicht mehr sehen, schöne Ferien.

@Udo: Wetter = DE/CH mässig und eine Fähre mehr

Goodbye Estonia

Many thanks to all our friends in Estonia for the unforgettable visit! We’re looking forward to seeing you again soon.

Nach zwei Tagen Tallin mit einem kurzen Abstecher in die Altstadt, Besuch des Fernsehturmes und natürlich einer Sauna, sind wir weiter südwärts gefahren. Mit Temperaturen weit über 30° war ein Bad in der kühlen Ostsee (ca. 23°!) nahe der Stadt Pärnu überaus angenehm. Leider sind die heissen Temperaturen unserer Kühlbox nicht so bekommen. Sie kühlt seither nämlich nicht mehr. Das Errorlämpchen an der Kühlbox blinkt zwar seit der Ukraine, aber gekühlt hat sie trotzdem. Sven darf wieder schrauben…

Kurz vor der lettischen Grenze haben wir am Meer übernachtet. Mittlerweile sind wir in Lettland angekommen.